Koaxial Kabel
Koaxialkabel, kurz: Koaxkabel sind zweipolige Kabel mit konzentrischem Aufbau. Sie bestehen aus einem Innenleiter, der von einem in konstantem Abstand um den Innenleiter angebrachten, hohlzylindrischen Außenleiter umgeben ist. Der Zwischenraum besteht aus einem Isolator oder Dielektrikum. Das Dielektrikum kann anteilig oder vollständig aus Luft bestehen. Meist ist der Außenleiter durch einen isolierenden, korrosionsfesten und wasserdichten Mantel nach außen hin geschützt.
Aufbau:
Flexible Koaxialkabel besitzen Kabelschirme und Innenleiter aus dünnen, geflochtenen oder verseilten Kupferdrähten. Der Schirm kann durch eine Folie ergänzt sein – das Geflecht darf dann einen geringeren Bedeckungsgrad aufweisen. Koaxialkabel für hohe Leistungen oder hohe Schirmungsfaktoren besitzen einen Außenleiter aus Kupfer-Wellrohr. Semi-Rigid-Kabel für Höchstfrequenzanwendungen haben Außenleiter aus verformbaren Rohren aus Kupfer oder Aluminium mit Außendurchmessern von 1 bis 5 mm.
Twisted Pair:
Als Twisted-Pair-Kabel oder Kabel mit verdrillten Adernpaaren bezeichnet man in der Telekommunikations-, Nachrichtenübertragungs- und Computertechnik Kabeltypen, bei denen die beiden Adern eines Adernpaares miteinander verdrillt sind und unterschiedliche Adernpaare mit verschieden starker Verdrillung, der sogenannten Schlaglänge, in einem Kabel verseilt sind. Verdrillte Adernpaare bieten Schutz gegen den störenden Einfluss von äußeren magnetischen Wechselfeldern auf die übertragenen Signale. Unterschiedliche Schlaglängen der Adernpaare reduzieren dabei ein Übersprechen zwischen benachbarten Aderpaaren im Kabel. Ein elektrisch leitender Schirm bietet zusätzlich Schutz gegen störende äußere elektromagnetische Felder.
Aufbau:
Twisted-Pair-Kabel enthalten Adernpaare aus je zwei miteinander verdrillten Paaren von Einzeladern.
Details: Ader: Kunststoffisolierter Kupferleiter. Bei Installations-/Verlegekabeln als starre Ader mit einem üblichen Durchmesser von 0,40 mm oder 0,6 mm. Die Standardbezeichnung eines typischen Twisted-pair-Kabels ist dem entsprechend 4×2×0,4 oder 4×2×0,6.
0,6 -> der Durchschnitt; 2 -> Adern verlaufen in einem Paar; 4 -> Anzahl der Adernpaare
Glasfaserkabel
Lichtwellenleiter (Abk.: LWL) oder Lichtleitkabel (LLK) sind aus Lichtleitern bestehende oder zusammengesetzte, teilweise konfektionierte, mit Steckverbindungen versehene Kabel und Leitungen zur Übertragung von Licht im sichtbaren sowie ultravioletten oder infraroten Bereich. Lichtleitkabel bilden mehr oder weniger stark biegsame Verbindungen zur Übertragung optischer Signale oder auch hoher optischer Strahlungsleistungen.
Aufbau
Glasfaserkabel bestehen aus hochtransparenten Glasfasern, die mit einem Glas niedrigerer Brechungszahl ummantelt sind. Die Faser besteht aus einem Kern, einem Mantel und einer Schutzbeschichtung.
Verlegung
Die Verlegung erfolgt oft unterirdisch. Die Kabel werden in bereits bestehenden Schächten und Rohren, z. B. Abwasserkanälen, untergebracht und anschließend an den gewünschten Stellen mittels Verteilern zu den einzelnen Gebäuden verlegt. Dies ist kostengünstig, da keine Bauarbeiten nötig sind und durch die Ein- und Ausgangsschächte die jeweiligen Verbindungen schnell und einfach installiert werden können. Bei FTTH werden die Kabel mit Durchmesser 2.0 mm in die schon Vorhandenen Telefonanschlusskanälen verlegt